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Gartentherapie: Die Bedeutung qualifizierten Personals und Weiterbildungsmöglichkeiten

Jun 05, 2026, 8:19 AM

Der Einsatz von Gärten und Pflanzen in der Therapie und Pädagogik erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in diesem Sektor stetig steigt. Die Internationale Gesellschaft GartenTherapie (IGGT) hat sich als maßgeblicher Dachverband etabliert, um die Qualität der Ausbildung zu sichern und europäische Standards für die Lehrpläne zu definieren.

Details zur Ausbildung in Gartentherapie

Am 5. Juni 2026 wurde von Andreas Niepel aus Hattingen, basierend auf Informationen von bildungsserveragrar.de und BLE, ein Bericht veröffentlicht, der die zunehmende Bedeutung der Gartentherapie hervorhebt. Mit der wachsenden therapeutischen Erfahrung und Professionalisierung in diesem Bereich unterstützen erste Krankenkassen bereits präventive gartentherapeutische Maßnahmen. Zudem ermöglicht die Deutsche Rentenversicherung die Kodierung der Gartentherapie in der medizinischen Rehabilitation nach der Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL), was die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse verbessert.

Für alle, die in der Gartentherapie oder Gartenpädagogik tätig sind – seien es Therapeuten, Pädagogen oder Fachkräfte aus grünen Berufen – ist eine fundierte Zusatzqualifikation unerlässlich. Die IGGT hat hierfür eine europaweit abgestimmte Kompetenzliste entwickelt, die als Grundlage für die Lehrpläne dient. Diese Maßnahmen, in Kombination mit praktischer Erfahrung und unterschiedlichen Vorauszbildungen, sind entscheidend für eine offizielle Registrierung als Gartentherapeut.

Die IGGT agiert als qualitätssichernder Dachverband, der die Standards für Weiterbildungen festlegt und deren Anerkennung regelt. Derzeit sind 145 Gartentherapeuten bei der IGGT registriert. Für Interessierte, die sich in diesem Feld engagieren möchten, ist es ratsam, die von der IGGT anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen und die damit verbundenen Punktwerte zu prüfen.

Gartentherapie wird als interdisziplinäre Methode definiert, die pflanzen- und gartenbasierte Aktivitäten nutzt, um gezielte Interaktionen zwischen Mensch und Umwelt zu fördern. Ziel ist dabei die Steigerung der Lebensqualität sowie die Erhaltung und Wiederherstellung der funktionalen Gesundheit.

Die Beschäftigung mit Gartentherapie und Gartenpädagogik bietet auch für Praktiker aus der grünen Branche erhebliche Vorteile. Die Erkenntnis, dass die Gestaltung und Pflege von Gärten positive Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden hat, gewinnt an Bedeutung. Gärten werden zunehmend als Orte der Erholung und des Ausgleichs geschätzt. Besonders in Einrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen ist der gesundheitliche Wert von Gärten von großer Wichtigkeit, weshalb entsprechendes Fachwissen immer gefragter wird.

Neben Studiengängen an Hochschulen in Wien und Zürich gibt es im deutschsprachigen Raum zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese reichen von kürzeren, themenspezifischen Kursen bis hin zu umfangreicheren berufsbegleitenden Programmen. Zu den von der IGGT anerkannten Qualifizierungsangeboten gehören:

  • Die Weiterbildung in integrativer Gartentherapie am Fritz-Perls-Institut/Europäischen Akademie für bio-psychosoziale Gesundheit, Naturtherapien und Kreativitätsförderung in Kooperation mit der Gesellschaft für Gartenbau und Therapie (GGuT) in Hückeswagen.
  • Das Institut für Naturheilkunde in Erfurt bietet eine Weiterbildung über 22 Wochenenden plus ein Abschlusswochenende an.
  • Die Akademie für Gartentherapie – AGaThe im Wangeliner Garten in Mecklenburg-Vorpommern führt Teilnehmende an zehn Wochenenden in die Gartentherapie ein.
  • Neue Wege gUG auf dem Landhof Neulingen bietet eine Weiterbildung über 13 Wochenenden an.

Diese Programme vermitteln notwendige Inhalte zu gärtnerischen, medizinisch-therapeutischen und speziellen gartentherapeutischen Themen. Ihr Umfang bestimmt die Anzahl der erreichbaren Registrierungspunkte.

Andere Formate, die auf größere Seminarblöcke setzen, sind:

  • Das Angebot von Garten und Therapie Büssenschütt bei Bremen, das in fünf Blöcken unterrichtet und sich auf den Bereich der Altenhilfe konzentriert.
  • Das Institut „Gärten helfen leben“, das mit der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg zusammenarbeitet und eine Basisausbildung mit dem Grünberg-Zertifikat (GZ) Gartentherapie in Blockseminaren anbietet.

Zusätzlich gibt es in Grünberg thematische Spezial-Wochenendseminare zu Themen wie „Floristik in der Gartentherapie“ oder „Gartentherapie mit Kindern und Jugendlichen“. Ein Orientierungsseminar bietet einen ersten Einblick in das therapeutische Arbeitsfeld.

Diese Weiterbildungsmaßnahmen richten sich an ein vielfältiges Publikum aus Therapie, Pädagogik, Sozialarbeit, Floristik, Gartenbau und Landwirtschaft, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellt.

Die Verbindung von Garten, Therapie, Pädagogik und Gesundheit gewinnt zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz. Diese Entwicklung erhöht die Anforderungen an diejenigen, die sich in diesem Bereich engagieren möchten. Wie gezeigt, gibt es exzellente Bildungsmöglichkeiten, um dieses Thema fundiert zu vertiefen.

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