Internationale Gartenausstellung 2037 in Garzweiler formell beschlossen: Schaffung neuer Lebensräume im Rheinischen Revier
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2037 in der Umgebung des Tagebaus Garzweiler ist formell bestätigt. Der Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler haben den entsprechenden Vertrag unterzeichnet, was einen wesentlichen Fortschritt für das Vorhaben markiert. Diese Übereinkunft folgt auf umfangreiche Vorarbeiten und die Einbindung lokaler politischer sowie institutioneller Gremien. Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der DBG, betonte die einzigartige Gelegenheit, die der Strukturwandel des Kohlegebiets bietet, um zukunftsweisende Impulse zu setzen und den Erfolg der Rekultivierung zu präsentieren. Auch Stephan Muckel, Bürgermeister von Erkelenz, hob hervor, dass der Strukturwandel ein attraktives Umfeld für Unternehmen und eine hohe Lebensqualität für die Bevölkerung schaffen soll, indem die IGA-Standorte den Wandel erfahrbar machen.
Ein zentraler Aspekt des IGA-Konzepts 2037, welches sich in den gesamten Strukturwandel des Rheinischen Reviers einfügt, ist die dezentrale Erschließung der Tagebauregion Garzweiler und ihrer angrenzenden Gebiete. Diese Planungen umfassen verschiedene Orte und konzentrieren sich auf den künftigen See, dessen Füllung im Jahr 2036 beginnen soll. Die finanzielle Unterstützung für die IGA 2037 ist durch die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) gesichert, was die breite politische Zustimmung der Region unterstreicht. Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler, äußerte sich erfreut über die Landesregierung und regionale Unterstützung, die einen klaren Rahmen für die Projektentwicklung bietet und die Bevölkerung transparent in die Gestaltung einbeziehen wird.
Die detaillierte Machbarkeitsstudie, die von verschiedenen Fachleuten entwickelt wurde, ist entscheidend für die Gestaltung der IGA 2037. Geplant sind Hauptstandorte im nördlichen Bereich des Tagebaus, darunter der neue Stadtteil Jüchen-Süd und das Gebiet Mönchengladbach-Wanlo in Verbindung mit Keyenberg in Erkelenz. Diese Standorte sind aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder individuellen Verkehrsmitteln ausgewählt. Die IGA wird voraussichtlich mehr als 1,8 Millionen Besucher anziehen, die nicht nur die Landschafts- und Standortentwicklung erleben, sondern auch eigenständige Konzepte wie die Seeentwicklung und das Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler erkunden können.
Die Realisierung der Internationalen Gartenausstellung 2037 in Garzweiler symbolisiert einen mutigen Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Sie steht für den Wandel einer ehemaligen Industrielandschaft in ein blühendes Kultur- und Erholungsgebiet, das nicht nur ökologische Vorteile schafft, sondern auch die Lebensqualität der Menschen in der Region nachhaltig verbessert. Dieses Vorhaben beweist, dass durch gemeinsame Anstrengung und visionäre Planung eine Region neu belebt und ein positives Beispiel für den Strukturwandel gesetzt werden kann, das weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus strahlt.